Auf der Suche nach krankhaft veränderten Molekülen

Das Wesen des Faches Pathologie ist es ja, krankheitsrelevante anatomische Veränderungen eines Gewebes zu verstehen und diagnostisch einzuordnen.

Nun ist es aber so, dass nicht alle Erkrankungen mikroskopisch nachweisbare (also strukturelle) Gewebsveränderungen hervorrufen. Dies hat 1851 schon Rudolf Virchow, der wohl berühmteste deutsche Pathologe, geschrieben, ohne dass diese Feststellung damals nennenswerten Einfluss gehabt hätte.

Heute spielt dagegen die Suche nach krankhaft veränderten Molekülen eine sehr große Rolle, nicht nur für die Forschung, sondern ganz besonders für die onkologische Therapie. Beim Brustkrebs ist die Frage, ob im Tumorgewebe Östrogenrezeptoren exprimiert werden oder ob das Molekül HER2 in der Zellmembran verstärkt gebildet wird, therapieentscheidend.

Beim Dickdarmkarzinom spielt der Nachweis von Mutationen im k-Ras-Gen, beim Lungenkrebs Mutationen im EGFR-Gen, beim Melanom Mutationen im BRAV V600-Gen eine therapiebeeinflussende Rolle. Auch für die Diagnostik von Infektionserkrankungen ist die Molekularpathologie heute unverzichtbar, da deren Sensitivität für bestimmte Keimnachweise viel höher ist als die der konventionellen Färbemethoden und manche Nachweise damit auch viel schneller von statten gehen, als dass mit konventionellen mikrobiologischen Verfahren möglich ist.

Die am häufigsten durchgeführten molekularpathologischen Erregernachweise sind die für HPV und Mykobakterien, gefolgt von CMV, EBV, verschiedene Pilze u.v.a.m.

In Zusammenarbeit mit der Molekularpathlogie des MVZHZMD Trier werden folgenden molekularpathologischen Untersuchungen angeboten: